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Frederic Lamond
Seit er 12 Jahre alt war fühlte sich Frederic dem Göttlichen immer näher in der Natur als in Kirchen, bis er schließlich mit 23 Jahren eine mystische Erfahrung der Göttin hatte. Die darauf folgende Suche nach Gleichgesinnten brachte ihn in Kontakt mit Gerald Gardner und Wicca, in das er im Februar 1957 initiiert wurde. Seit dem Tod Doreen Valientes ist er jetzt wohl der am längsten praktizierende Wicca weltweit.
Fred Lamond ist auch Mitglied der „Fellowship of Isis“ und der „Church of All Worlds“.Er ist Autor diverser Bücher: „Naturpantheismus, Religion ohne Dogmen“, „The Divine Struggle“, “50 Jahre Wicca” …und nimmt am “Parliament of the World`s Religions” Teil.
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Vortrag 2h – Göttin Verehrung und die Zukunft der Menschheit- Wicca heute
Wicca ruht auf eine Dialektik zwischen einer immanenten Göttin, die die unterbewussten Gefühle und vor allem sowohl die geistige wie auch die körperliche Liebe darstellt; und einen teils immanenten teils transzendentalen Gott des Intellekts und des Willens. In den alten vorchristlichen heidnischen Religionen – wie auch im heutigen Hinduismus und Taoismus – gibt es einen Ausgleich zwischen diesen beiden Urenenergien, so dass diese Kulturen grundsätzlich ausgeglichen waren. Aber die abrahamischen monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – haben die Verehrung aller andern Göttern und Göttinen außem dem Gott der Schöpfung verboten und verdammt. Die Folgen in den patriarchal-monotheistischen Kulturen sind enorme Schöpfung von immer neuen Technologien, aber auch bis vor kurzem eine allgemeine Unterdrückung der Gefühle, vor allem der sexuellen Lust und Freude. Das sind die Grundursachen für die Habgier des westlichen Kultur und das Ausbeuten der Naturschätze der Erde.
Der Pantheismus und vor allem Wicca haben seit ihrem Ursprung vor über 50 Jahren für die Befreiung der sexuellen Liebe gestanden. In meiner ersten Wicca Generation waren viele Ehen “offen”, in welchen beide Partner sich gegenseitige Freiheit gaben, zusätzliche Geschlechtspartner ohne jede Verheimlichung zu haben. Unter unserem Einfluss und anderer ähnlichen Bewegungen sind die Sitten im letzten Jahrhundert viel lockerer geworden. Vorehelicher Geschlechtsverkehr ist im Westen allgemein zugelassen sowohl wie erotische Kunst.
Doch während die allgemeine Gesellschaft liberaler und toleranter geworden ist, ist die Entwicklung der heidnischen Sitten, und vorallem die der jüngeren Wiccas in die andere Richtung gegangen.
